Wie viel Sex ist normal? - Sex wie oft ist normal ?

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Wie viel Sex ist normal?

"Liebe ist eine tolle Krankheit: Da müssen immer gleich zwei ins Bett", scherzte einst der deutsche Fernsehmoderator Robert Lembke (1913-1989). Es wird viel diskutiert, wie oft denn nun diese schönste Nebensache der Welt praktiziert werden soll.
Sex - Wie oft ist normal?
Wie viel Sex ist normal?
Ist einmal im Monat zuwenig, ist dreimal am Tag zuviel? Wer bestimmt denn die Norm? Was ist der Durchschnitt?

Regelmäßiger Sex ist gesund
Regelmäßiger Sex erhält die Beziehung frisch und das Immunsystem gesund. Frauen erwirken durch den erhöhten Hormonspiegel eine niedrigere Anfälligkeit für Osteoporose, Gefäßverkalkung und Monatsbeschwerden. Männer wirken dadurch Prostatabeschwerden, Infektionskrankheiten und angeblich sogar Krebs entgegen. Die regelmäßige Betätigung zu zweit zwischen Polstern und Bettdecken, auf dem Fußboden, auf der Kredenz, unter der Dusche oder wo es sonst noch zu lieben beliebt, dämpft die Wirkung des Stresshormons Adrenalin und löst stressbedingte Spannungen.

Frisch verliebte Pärchen heben vermutlich die Statistik, alt gediente Ehepaare senken ihn, aber der Durchschnitt der Pärchen wälzt sich zwei bis drei Mal wöchentlich voller Leidenschaft in ihren Laken - oder wo eben auch immer... Medizinisch gesehen ist zwei- bis dreimal wöchentlicher Sex optimal, da laut einer Langzeitstudie aus den USA dabei Antikörper im Speichel produziert werden, die bei weniger als dieser Dosis an Sex, aber auch bei einer Überschreitung dieses Pensums wiederum abgebaut werden.

Problematisch sind verschiedene Bedürfnisse
Die Häufigkeit der sexuellen Begegnung in fixen Partnerschaften hängt Beobachtungen zufolge nicht vom Lebensalter, sondern von der Länge der Beziehung ab. Frischverliebte mit 45 können also leidenschaftlicheren, sinnlicheren und häufigeren Sex erleben als 25-Jährige, die allerdings schon acht Jahre lang ein Paar sind. Spontaner Sex wird nach fünf bis sieben Jahren allgemein seltener. Sogar beim leidenschaftlichsten Paar setzt nach einiger Zeit ein Sättigungsgefühl ein. Die Basis einer erfüllten Sexualität ist und bleibt aber immer eine funktionierende Beziehung, sagt auch der Wiener Psychiatrieprofessor Peter Gathmann. Problematisch wird es natürlich, wenn die Bedürfnisse zwecks Häufigkeit innerhalb der Beziehung abweichen. Schnell stellt sich Frust bei dem einen und schlechtes Gewissen beim anderen ein.

Mehrwöchige Sexflauten - Wie viel Sex ist normal?
Wenn einem aus Müdigkeit der gesunde Schlaf wichtiger erscheint, als sich mit dem Partner im Bett abzukämpfen, muss das nicht unbedingt das Ende der Liebe bedeuten. Sexflauten sind laut Experten durchaus normal.
Stress in der Arbeit, der einem die Energie raubt oder vorübergehende Krankheit kann einem oder beiden Partnern die Lust auf Nähe rauben. Ebenso kann eine Schwangerschaft eine Flaute im Liebesleben bewirken. Diese Sexpausen müssen nicht als negativ angesehen werden. Im Gegenteil, sie können durchaus zum Aufladen der Energien beitragen. Vor allem sollte man - auch wenn im Bett im Moment nicht viel läuft - nicht darauf vergessen, sich emotional nahe zu bleiben. Ansonsten droht eine völlige Entfremdung - und die führt dann womöglich zum unerwünschten Seitensprung...

Sexuelle Reanimation
Obwohl viele in einer sexlosen Beziehung verbleiben, da ihnen die Geborgenheit wichtiger erscheint als die sexuellen Begegnungen, ist die körperliche Nähe den meisten doch überaus wichtig in einer Partnerschaft. Um die Sehnsucht nach Sex wieder aufleben zu lassen, kann man einiges tun. Mit der Schaffung angenehmer Atmosphäre und schönem Ambiente im Schlafzimmer mittels romantisch leuchtenden Kerzen, sanfter Musik, kuscheliger Bettwäsche und einem aufreizenden Negligé kann man sich und den Partner in eine romantische Stimmung bringen, die garantiert zu mehr führt. Sich gegenseitig zu massieren und zu kraulen ohne krampfhaft an Sex zu denken, kann ebenso wieder Lust auf mehr machen. Wenn zwei sich verstehen, ist es zweitrangig, wie oft sie miteinander Geschlechtsverkehr haben. Sie sollten sich nach den eigenen Bedürfnissen richten und sich keine Gedanken machen, wie oft denn nun "normal" ist.