Wie so ein One-Night-Stand reibungslos abläuft, darüber streiten sich noch die Geister. Meist läuft es aber nach einem unkompliziertem Schema ab, das den schnellen Sex zu einer einfachen Sache macht. Man lernt irgendwo irgendjemanden kennen, redet nicht lange um den heißen Brei herum, entscheidet noch kurz, wo es stattfinden soll und geht dann gemeinsam ins Bett. Oft kennt man dabei noch nicht mal den Namen des anderen, sondern gibt sich der totalen Anonymität hin. Genauso schnell wie es begonnen hat, ist es dann auch wieder vorbei und beide Beteiligten gehen wieder getrennte Wege.
Es gibt nur wenige Probleme, die dabei aufgeworfen werden. Wie wir gehört haben, sind schon einige Nächte daran gescheitert, dass sich nicht geeinigt werden konnte, wo man denn das Schäferstündchen abhalten sollte. Niemand möchte dann gern preisgeben wo er wohnt und sich die Möglichkeit nehmen lassen, nach Lust und Laune zu gehen. Den Gang ins Hotel scheut man dann vielleicht auch noch und schon wird aus der geplanten Sexnacht ein frustrierendes Erlebnis.
Konnte man sich doch noch einigen, wohin man nun geht, stellt sich die nächste Frage: Bleibe ich zum Frühstück? Einerseits spricht ja nichts dagegen, dass man sich nach einer Nacht voller sexuellen Höchstleistungen noch stärken muss, bevor man den Heimweg antritt. Andererseits ist es aber auch verdammt peinlich, wenn am Tisch nur Schweigen herrscht, da sich die einzigen Gemeinsamkeiten nur auf die Aktivitäten im Bett beziehen. Man sollte dann also genau abwägen, ob man wirklich auf diese peinlichen Momente steht oder ob man damit leben kann, das Frühstück im Café an der Ecke einzunehmen.