Die 25-jährige hat vor wenigen Wochen ihren eigenen Erotik-Shop eröffnet und sich dafür eine Webseite bei Kerstin anfertigen lassen. Auch Ramona ist eine sehr offene und vor allem ehrgeizige Frau. "Ich wollte schon immer ein eigenes Geschäft haben und da mich die verschiedenen Arten der Erotik faszinieren, entschloss ich mich einen Sexshop zu eröffnen und Erotikartikel zu verkaufen", erzählt uns die sympathische, junge Frau.
Im Gegensatz zu Kerstin bekam Ramona aber gleich zu Anfang die Intoleranz mancher Menschen zu spüren. Schon bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für das Geschäft tauchten Probleme auf. Kaum ein Vermieter war begeistert von ihrer Idee und viele fürchteten, dass so ein Laden ihren guten Ruf ruinieren würde. Aber Ramona gab nicht auf und schließlich vermietete ihr eine ältere Frau ein schönes Ladenlokal und diese Vermieterin war sogar begeistert davon, das Ramona den Mut hatte, so ein Geschäft in einer Kleinstadt zu eröffnen.
Und letztendlich hat sie den richtigen Riecher bewiesen und es hat sich gelohnt, dass Ramona sich auch über den Spott der Nachbarn hinweg gesetzt hat, denn ihr Geschäft läuft gut. "Obwohl ich ja erst einige Wochen selbständig bin, zeichnet sich doch schon ein Erfolg ab. Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe", erzählt Ramona uns.
Unseren letzten Besuch statteten wir Sandra ab. Sandra hat sich im Internet-Bereich selbständig gemacht und nennt inzwischen über 200 Erotik-Seiten ihr Eigen. Zu allen erdenklichen Vorlieben der Männer hat sie das passende Angebot. Auch für Strumpfhosenfetischisten und liebhaber privater Nacktbilder hat sie was im Angebot! Der Job einer ‚Webmistress' ist eine Fulltime-Aufgabe. Meist sitzt Sandra zwischen 12 und 14 Stunden am Tag vor ihrem PC und auch am Wochenende gönnt sie sich keine Pause. "Wer in diesem Business erfolgreich sein möchte, der darf nicht gerade faul sein. Es gibt immer irgendwas zu tun und man muss sich ständig auf technische Neuheiten und auch auf Trends einstellen", erzählt uns die 25-jährige.
Sandra kam durch ihren Ex-Freund zu dieser Tätigkeit und nachdem sie sich getrennt hatten, machte sie einfach alleine weiter. Zu der Betreuung der Seiten gehört nicht nur die Pflege des Inhalts, sondern Sandra muss auch selbst dafür sorgen, dass die Internet-Nutzer ihre Seite auch finden. Sie erzählt uns: "Es ist die Abwechslung, die diesen Beruf so interessant für mich macht. Kein Tag ist wie der andere und immer wieder warten neue Aufgaben auf mich.
Probleme hat Sandra wegen dem Job keine. Ihre Familie unterstützt sie und auch die Kollegen helfen sich untereinander. Das sie eine Frau ist, ist da überhaupt kein Problem. Ab und an kommen von einem Neuling zwar mal zweideutige Sprüche oder auch eine Anmache, aber da steht die hübsche junge Frau drüber.
Was wir hier gezeigt haben, waren nur ein paar Beispiele für Frauen im Erotik-Business. Es gibt noch viel mehr Tätigkeiten, in denen die Frauen schon bewiesen haben, dass Sex keine Männersache ist. Bei soviel Elan und Geschäftssinn in einer doch ziemlich harten Branche können wir nur den Hut vor den Leistungen der Frauen ziehen. Hier wird ganz deutlich gezeigt, dass Frauen bei der Arbeit in Männerdomänen nicht benachteiligt sein müssen und das sollte vielen Mut machen.